Insider-Stories von Froonck: Oh je, Hochzeit unter Wasser!

Unwetter und Regengüsse kann leider selbst Wedding-Planner Froonck nicht beeinflussen. Doch natürlich hat er immer ein paar Tricks auf Lager, die verhindern, dass die Hochzeit ins Wasser fällt. Hier berichtet er exklusiv von zwei unvergesslichen Momenten. 

Am Strand von Mallorca: Braut in Seenot

„Sandras und Heiners Wunsch war eine Trauung am Strand von Mallorca. Passend zum maritimen Thema musste natürlich ein spezielles Brautgefährt für den etwas anderen Einzug her: Ein Boot sollte es sein! Was kann es schöneres geben, um sich gedanklich auf seine Trauung einzustellen, als eine gemütliche Überfahrt in der sanften Nachmittagssonne auf dem türkisblauen, mediterranen Meer? Dachten wir zumindest.

Unwetter ahoi
Braut Sandra, Trauzeugin Kerstin und Brautführer Onkel Klaus freuten sich auf den außergewöhnlichen Beginn des Festes, wenn Bräutigam und Gäste die Frau des Tages zum ersten Mal auf dem Wasser erblicken – aufregend! Allerdings hatten wir nicht mit den Tücken des Meeres und des Wetters zu dieser Jahreszeit gerechnet: Bereits am Vortag kündigte sich starker Wind an. Am Hochzeitsmorgen wurde es nicht besser, ganz im Gegenteil. Es stürmte sehr stark und der Seegang war nicht ohne.



Braut an Bord
Der Kapitän wies uns noch auf die Gefahr hin, nicht am Ufer anlegen zu können, aber da saßen wir auch schon im Boot. Denn Sandra hatte sich soeben entschieden, ihren Heiner weiterhin beeindrucken zu wollen – denn er ahnte nichts von dieser Aktion. Es war ein gut gehütetes Geheimnis, eine Überraschung für alle!

Alarmstufe: Seekrank 
Was niemand vorher wusste: Onkel Klaus wird schnell see-krank. Ach du liebe Zeit, auch das noch. Als wir um den Felsvorsprung bogen, erschienen wir im Blickfeld der Hochzeitsgesellschaft, die sich umgehend erhob und uns aufgeregt zuwinkte.  Das war ein Auftritt und einer See(manns)-Braut von der Küste definitiv würdig! Nur Bräutigam Heiner wirkte etwas nervös. Er ahnte wohl schon, dass der Land-gang eine Herausforderung wer-den würde. Und in der Tat: Das Heikelste stand uns unmittelbar bevor. Die Spannung stieg ins Unermessliche!

Nasse (statt kalte) Füße?
Unser Bootsführer musste circa 50 Meter vor dem Strand ankern, da die Gefahr des Kenterns bestand. Doch wie sollten wir nun – vor allem die Hauptperson des Tages in ihrer Spitzenrobe mit Schleppe – sicher und trocken ans Ufer  gelangen? Langsam machte sich Panik breit, während ich ruhig und zuversichtlich auf Sandra ein-redete. Plötzlich drehte ich mich um und sah Onkel Klaus bleich und zittrig mit leichtem Schweiß-film auf seiner Stirn. Er machte sich ernsthafte Sorgen und drohte ohnmächtig zu werden. Umgehend fällte ich eine Entscheidung.

Huckepack-Shuttle
Ich gestikulierte meinem Team, das bereits am Strand auf unsere Ankunft wartete, sie mögen sich ausziehen und zu uns kommen, denn es gab keinen anderen Weg: Wir mussten den Brautzug evakuieren, in dem wir alle auf unseren Schultern übers Wasser trugen. Auch ich zog meine Hose aus, sprang ins Wasser und ließ Sandra so über selbiges schweben. Ein Bild für die Götter!  Es war zum Glück keine Zeit nachzudenken und so wurde mir erst später bewusst, was für ein Kraftakt das gewesen ist und welches Risiko wir auf uns genommen hatten. Denn Braut und Trauung hätten buchstäblich ins Wasser fallen können.“

Regenzeit im Rheinland: Promi-Hochzeit geflutet

„Bei der Planung der streng geheimen Vermählung eines TV-Moderators mit einer Model-Schönheit stellte sich mir neben der totalen Abschirmung der Hochzeit vor Öffentlichkeit und Medien eine andere Herausforderung: Es goss in Strömen! Der Weltuntergang schien nahe. Und die Trauung sollte doch im Innenhof eines Schlosses stattfinden.
Die Tage vor der Hochzeit, an denen wir alles aufbauen mussten, waren katastrophal. Es schüttete ununterbrochen, sodass die Zeremonie trotz der Kuppelzelte sehr ungemütlich werden würde und die Durchführbarkeit tatsächlich auf der Kippe stand. Es galt wieder einmal: Durchatmen, Abwarten und Tee trinken. Oder Baldrian nehmen. Auf jeden Fall die Nerven bewahren und einen Plan B haben.
   

Location unter Wasser

Am Vorabend der Hochzeit stand die Rasenfläche nun komplett unter Wasser. Wir mussten die Seitenwände verstärken und weitere Stege bauen lassen, damit jeder Gast trockenen Fußes zum Jawort gelangen konnte. Mittlerweile hatte das miese Wetter allen die Stimmung ordentlich verhagelt und während der Durchlaufprobe fragte man sich nervös, wie es morgen werden würde. Die Braut war sichtlich angespannt. 

Keine Ruhe vor dem Sturm

Eine schwierige Situation - und das bei zehn Bridesmaids mit Groomsmen und einer extrem fordernden Brautmutter, die mein Handeln äußerst penibel beäugte. Es ging ja schließlich um den Namen und die Ehre der Familie. Bei einem so prominenten Paar durfte sich niemand einen Fauxpas erlauben. Als bekannter und bekennender Perfektionist koordinierte ich den Probelauf sehr streng und musste den quirligen Hühnerhaufen der vereinten Model-Szene lautstark bändigen, um mir bei dem peitschenden Regen, heulenden Wind und dem ständigen Geplapper Gehör zu verschaffen. Es war ein regelrechter Bridesmaids-Alarm wie ich ihn noch nie erlebt hatte. 

Auf Regen folgt Sonnenschein
Durchgefroren prüfte ich anschließend noch einmal den gefluteten Rasen und konnte nur hoffen, dass der neue Tag besseres Wetter brachte. Glücklicherweise waren die Wolkenbrüche am Hochzeitsmorgen tatsächlich vorbei und der See war verschwunden. Wir konnten die freie Zeremonie also wie geplant draußen unter der Kuppel durchführen. Ein Stein fiel mir vom Herzen.  Der Brautzug vollzog sich perfekt. Models können einfach fantastisch vor Publikum laufen. Rechtzeitig zum Fotoshooting nach der Trauung riss sogar der Himmel auf und schickte zwei, drei Sonnenstrahlen zur Erde, die gerade ausreichten, um die Brautpaar-Fotos aufnehmen zu können. Da mussten wir alle strahlen und die Anspannung viel von uns ab. Ab jetzt nur noch Party!
Kategorie:  News Keywords: Froonck der Wedding-Planner, Wedding-Planner, Insider-Stories, Hochzeit unter Wasser, Brautmagazin
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