Jasmin

Das Hochzeits-Budget clever planen: Tipps für eine realistische Kostenkontrolle

Eine Hochzeit ist ein einmaliges Erlebnis, das unbezahlbare Erinnerungen schafft. Doch das Thema Budget lässt sich dabei nicht umgehen. Wir zeigen euch, welche Kosten ihr einplanen solltet und wie ihr ein realistisches Hochzeitsbudget erstellt, ohne den Überblick zu verlieren.

Eine Hochzeit ist ein einmaliges Erlebnis, das unbezahlbare Erinnerungen schafft. Doch das Thema Budget lässt sich dabei nicht umgehen. Wir zeigen euch, welche Kosten ihr einplanen solltet und wie ihr ein realistisches Hochzeitsbudget erstellt, ohne den Überblick zu verlieren.

Ein offenes Notizbuch liegt auf einem Kaffeetisch, daneben ein Stift und eine Tasse Tee. Im Hintergrund sind Pflanzen und Kissen zu sehen, die eine ruhige und gemütliche Atmosphäre schaffen. Das warme Sonnenlicht fällt sanft in den Raum und unterstreicht die entspannte Stimmung.

Wo beginnen wir?

Der erste Schritt zur Budgetplanung beginnt mit den klassischen „W-Fragen“: Wo soll die Hochzeit stattfinden? Wann ist der beste Zeitpunkt? Wie möchtet ihr feiern, und mit wem? Aus diesen Überlegungen ergibt sich die wichtigste Frage: Wie viel kostet das Ganze? Wenn ihr bei Datum und Stil der Hochzeit flexibel bleibt, könnt ihr möglicherweise einige Kosten sparen. Wichtig ist es, von Anfang an einen detaillierten Budgetplan aufzustellen. Nur so könnt ihr abschätzen, wie viel für Location, Catering und Gästeanzahl ausgegeben wird. Durchschnittlich liegen die Hochzeitskosten im deutschsprachigen Raum zwischen 10.000 und 20.000 Euro, wobei es natürlich sowohl günstigere als auch kostspieligere Varianten gibt.

Advertentie

Echte Geschichten. Echte Emotionen.

Auf Facebook teilen wir mit euch die schönsten Hochzeitsmomente aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Lernt inspirierende Paare kennen, entdeckt traumhafte Locations und erfahrt, welche Ideen eure Feier besonders machen. Tretet unserer Community bei und plant euren Tag mit Herz und Stil.
Echte Geschichten. Echte Emotionen.
Banner für Facebook des Braut & Bräutigam Magazin auf @brautmagazin

Budget-Tools nutzen: Alles im Blick behalten

Um eure Hochzeitsausgaben unter Kontrolle zu halten, empfiehlt es sich, alle Posten in einer Excel-Tabelle zu erfassen und regelmäßig zu aktualisieren. Alternativ gibt es im Internet hilfreiche Budget-Planungs-Tools, die euch unterstützen. Werft einen Blick auf unsere Planungstools und ladet euch unseren kostenlosen Budgetplaner herunter – damit habt ihr eure Kosten immer im Blick.

Wer beteiligt sich finanziell?

In vielen Familien wird vorab eine feste Summe vereinbart, die dem Brautpaar zur Verfügung gestellt wird. Es gibt aber auch persönlichere Wege der Unterstützung. So könnte die modebewusste Tante etwa das Brautkleid finanzieren oder der autobegeisterte Vater das Hochzeitsauto. Überlegt, welche Interessen eure Familie hat, und wie sie euch auf individuelle Weise bei der Hochzeitsplanung unterstützen kann. Natürlich steht es euch frei, wichtige Details auch in die Hände von professionellen Dienstleistern zu legen, um eure Vision optimal umzusetzen.

Das Gesamtbild nicht aus den Augen verlieren

Neben den großen Posten solltet ihr auch kleinere, oft vergessene Ausgaben berücksichtigen, wie Trinkgelder für die Dienstleister am Hochzeitstag oder die Danksagungskarten nach der Feier. Denkt auch an die Kosten für eure Flitterwochen, die schnell ins Gewicht fallen können. Obwohl viele Gäste großzügige Geldgeschenke machen, solltet ihr diese nicht fest in eure Budgetplanung einfließen lassen. Falls am Ende ein Teil der Kosten dadurch gedeckt wird, ist das ein umso schöneres Geschenk.

Beispiel Budgetplanung

  • Location: 2.000-5.0000 €
  • Catering und Getränke: pro Gast mit circa 50 bis 150 € rechnen
  • Brautkleid: 1.000 bis 3.000 €
  • Bräutigam-Anzug: 800 bis 1.000 €
  • Friseur und Make-up: 200 bis 500 €
  • Foto- und Videographie: 1.500 bis 3.000 €.
  • Musik und Unterhaltung: 500 bis 2.000 €
  • Hochzeitstorte: 300 bis 1.000 €
  • Blumen und Dekoration: 500 bis 2.000 €
  • Papeterie: 100 bis 500 €
  • Eheringe: 1.00 bis 2.500 €
  • Honeymoon: 500 bis 5.000 €
  • Sonstige Ausgaben (z.B. Hochzeitsplaner, Gastgeschenke, Transport): 500 bis 2.000 Euro

Tipps für eine realistische Budget-Planung

Wir haben noch 10 Tipps für euch, um euer Hochzeitsbudget realistisch zu planen und eure Budget-Planung von Anfang an auf ein solides Fundament zu stellen.

1. Gästezahl festlegen – Die Grundlage für ein realistisches Hochzeitsbudget

Die Anzahl der Gäste gehört zu Planungsbeginn zu den grundlegenden Punkten, die es zu klären gibt. Wie viele Erwachsene und Kinder sind bei der Trauung und der Feier dabei? Sollen alle den gesamten Tag mit euch verbringen oder manche erst später zur Party dazustoßen? Jeder Gast kostet Geld und beeinflusst euer Budget direkt. Je höher die Gästezahl, desto mehr steigen Kosten für Catering, Bestuhlung, Papeterie und Dekoration, wodurch sich das Gesamtbudget entsprechend reduziert. Überlegt deshalb genau, wer an eurem Hochzeitstag dabei sein soll. Ihr könnt auch eine Prioritätenliste erstellen. Sollte ein Gast aus Priorität 1 absagen, ladet ihr jemanden aus Priorität 2 ein. Hierzu benötigt ihr ausreichend Vorlauf, damit es nicht wie eine Einladung in letzter Minute wirkt.

2. Eigene Finanzen checken – Ein realistisches Budget festlegen

Bevor ihr euch in Details verliert, solltet ihr ehrlich klären, welches Hochzeitsbudget realistisch für euch ist. Sprecht offen darüber, was ihr ausgeben möchtet und könnt – ohne Druck oder Vergleiche. Schreibt alles auf und beginnt so eure persönliche Budget-Planung. Plant ausschließlich mit Beträgen, die euch sicher zur Verfügung stehen. Sprecht offen und behutsam mit euren Familien über mögliche Beträge – auch wenn es sich im ersten Moment merkwürdig anfühlt. Geldgeschenke sollten niemals fest ins Hochzeitsbudget einkalkuliert werden, seht Geldgeschenke immer als Bonus, nicht als fixen Bestandteil eures Hochzeitsbudgets. Bedenkt bei eurer Budget-Planung außerdem, dass die meisten DienstleisterInnen bei Buchung eine Anzahlung verlangen und viele sogar komplett im Voraus bezahlt werden.

3. Eigene Wünsche bedenken – Die Basis der Budget-Planung

Hochzeiten unterscheiden sich enorm voneinander. Planung und Ablauf sind sehr individuell – genauso wie die Vorstellungen und Wünsche jedes Hochzeitspaares. Was sind eure? Gibt es eine Location, in der ihr immer heiraten wolltet? Eine Konditorin, deren Torten ihr bewundert? Vielleicht eine Band, für die ihr schwärmt, oder eine Fotografin, der ihr schon seit Jahren auf Instagram folgt? Erstellt gemeinsam eine Wunschliste und träumt euch zusammen durch euren Hochzeitstag. Was darf auf keinen Fall fehlen? Welche Dinge verbinden euch und sollten deshalb unbedingt Teil der Hochzeit sein? In erster Linie geht es hier noch nicht um den finanziellen Aspekt, sondern um eure persönlichen Vorstellungen. Dennoch hilft es, eure finanziellen Möglichkeiten bereits im Hinterkopf zu behalten.

4. Von Groß zu Klein – eine bewährte Methode der Budget-Planung

Professionelle HochzeitsplanerInnen gehen bei der Budget-Planung nach dem Motto „von Groß zu Klein“ vor. Zuerst werden die Posten aufgeführt, die einen großen Teil des Hochzeitsbudgets einnehmen, zum Beispiel Locationmiete und Catering. Diese werden zuerst ausgewählt und an diesen Kosten orientiert sich alles Weitere. Zusammen mit eurer Prioritätenliste ergibt sich dann, wofür ihr den größten Teil eures Budgets einplanen solltet. Bedenkt dabei auch, wie schnell sich vermeintliche Kleinigkeiten zu einem größeren Betrag summieren. Jedes Detail, das ihr kauft, bestellt oder bucht, sollte deshalb von Anfang an gut durchdacht sein und immer dokumentiert werden.

5. Prioritäten setzen – Das Hochzeitsbudget gezielt verteilen

Ihr kennt nun eure Wünsche und euren finanziellen Rahmen. Jetzt ist es an der Zeit, eine Prioritätenliste für euer Hochzeitsbudget anzulegen: Wem ist was besonders wichtig? Legt ihr Wert auf Livemusik, exklusive Weine, Foto- und VideografInnen oder eure Trauringe? Unser Tipp: Unterteilt eure Wünsche in drei Kategorien. Kategorie 1 umfasst alle Punkte, die definitiv gebucht werden müssen. Kategorie 2 enthält Dinge, die zusätzlich schön wären und die ihr gerne umsetzen möchtet. In Kategorie 3 landet alles, was die Kirsche auf der Torte wäre und nicht zwingend Teil eurer Budget-Planung sein muss.

6. Puffer einbauen – Wichtig für ein realistisches Budget

Plant bei eurer Budget-Planung unbedingt einen angemessenen finanziellen Puffer ein, denn eure Wünsche können sich im Laufe der Planung verändern. Etwa 10 bis 20 Prozent des Hochzeitsbudgets sollten als Reserve eingeplant werden. Während eurer Recherchen entdeckt ihr vielleicht DienstleisterInnen oder Details, die euch besonders gefallen, deren Preis jedoch leicht über dem ursprünglich angesetzten Budget liegt. Ein Puffer sorgt dafür, dass ihr flexibel bleibt.

7. Informationen sammeln – Eigene Budgetliste erstellen

Häufig liest man beim Thema Hochzeitsbudget Summen zwischen 10.000 und 20.000 Euro oder pauschale Prozentangaben, wie viel einzelne Posten vom Gesamtbudget einnehmen sollten. Diese Werte sind meist fiktiv und treffen auf die wenigsten Hochzeitspaare zu. Verlasst euch deshalb nicht auf solche Richtwerte, sondern erstellt eure eigene Budgetliste. Gefällt euch eine Location oder bestimmte DienstleisterInnen, fragt gezielt an und formuliert eure Wünsche sowie den zeitlichen Rahmen so klar wie möglich. Bei Unsicherheiten hilft ein persönliches Gespräch. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, FreundInnen oder Familie nach ihren Erfahrungen zu fragen: Mit welchen DienstleisterInnen waren sie zufrieden? Welche Dinge würden sie definitiv wieder buchen, welche nicht?

8. Preise & Leistungen vergleichen – Das Budget sinnvoll einsetzen

Nehmt euch ausreichend Zeit, Angebote zu vergleichen und achtet dabei immer auf das Preis- und Leistungsverhältnis. Diese unterscheiden sich teilweise erheblich und können euer Hochzeitsbudget belasten, obwohl für euch vielleicht ein kleineres Paket völlig ausreichend wäre. Achtet besonders auf die inkludierten Leistungen und nutzt die Beratung der DienstleisterInnen. Je genauer sie eure Wünsche kennen, desto besser kann ein Angebot an eure Budget-Planung angepasst werden. Gefällt euch ein Dienstleister oder eine Dienstleisterin besonders gut, fragt nach Empfehlungen und profitiert von dem Netzwerk.

9. Wunschgeschenke äußern – Das Budget entlasten

Gibt es etwas, das ihr euch für eure Hochzeit wünscht, das aber aktuell nicht mehr in euer Hochzeitsbudget passt? Zum Beispiel ein Künstler/eine Künstlerin, eine Hüpfburg, zusätzliches Rahmenprogramm oder ein Sweet Table? Dann könnt ihr diese Wünsche gezielt als Hochzeitsgeschenk äußern. Familie und FreundInnen freuen sich oft, etwas Besonderes zu eurem großen Tag beitragen zu können. Bei der Organisation sind die TrauzeugInnen in der Regel gerne behilflich.

10. Budget-Dokumentation erstellen – Den Überblick behalten

Erstellt für eure Budget-Planung eine übersichtliche Excel-Liste, in der ihr euer Gesamtbudget, bereits gebuchte Posten, offene Angebote, Preisvergleiche sowie Zu- und Absagen der Gäste festhaltet.
So behaltet ihr jederzeit den Überblick über eure Hochzeitskosten. Unser Tipp: Markiert eure Prioritätenkategorien farblich, damit ihr auf den ersten Blick erkennt, welche Budgetposten besonders wichtig sind.

Wedding Guide experts

Hammer & Schweighofer

Hammer & Schweighofer

Recht & Finanzen
: Hammer & Schweighofer
Suchen in Recht & Finanzen