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Green Wedding – so gelingt die nachhaltige Hochzeit

Auch in der Wedding-Branche sind Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit wichtige Themen. Doch wie gestaltet man seinen schönsten Tag möglichst umweltfreundlich? Expertin Ani Wilhelmi verrät es uns.

Auch in der Wedding-Branche sind Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit wichtige Themen. Doch wie gestaltet man seinen schönsten Tag möglichst umweltfreundlich? Expertin Ani Wilhelmi verrät es uns.

Herbstliche Dekoration mit Kürbissen, Äpfeln, Kerzen in kupferfarbenen Laternen und Zweigen auf einer rustikalen Holzkiste.
Foto: Britta Beutnagel Fotografie Planung: HolzundGlück Hochzeitsagentur Blumen: Les-Fleurs Eventfloristik Deko: Dekomant, Beegut
Eine Frau in einem eleganten, dunkelblauen Kleid sitzt lächelnd auf einem Stuhl vor einer herbstlichen Blumendekoration mit warmem Licht.
Foto: Britta Beutnagel Fotografie Planung: HolzundGlück Hochzeitsagentur Blumen: Les-Fleurs Eventfloristik Deko: Dekomant, Beegut
Eine Frau in einem dunkelblauen Spitzenkleid hält ein Tablet in den Händen, umgeben von einer herbstlichen Dekoration und warmem Licht.
Foto: Britta Beutnagel Fotografie Planung: HolzundGlück Hochzeitsagentur Blumen: Les-Fleurs Eventfloristik Deko: Dekomant, Beegut

Warum findest du das Thema Green Wedding so wichtig?

„Eine Hochzeit ist ein einzigartiges Fest, das wohl für die meisten in ihre feste Lebensplanung gehört. Alle wichtigen Personen sind dabei, um die Liebe des Hochzeitspaars zu feiern. Selbstverständlich soll dieses Fest etwas ganz Besonderes werden, aber eben nicht um jeden Preis. Auf Kosten von Tier und Mensch zu feiern, finde ich nicht richtig. Mit holzundglück biete ich die perfekte Lösung: Ich organisiere tolle Hochzeitsfeste mit geringem ökologischem Fußabdruck.“

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Du hast sechs Kriterien für ein nachhaltiges Fest entwickelt. Was genau steckt dahinter?

„Mein Motto lautet ‚Emotion statt Emission‘. Dafür habe ich sechs Kriterien festgelegt, die mir bei der Planung helfen: Erstens geht es um das Thema Energie. Ich arbeite komplett mit Ökostrom, Bio-Hosting und fairer Technik. Zusätzlich kooperiere ich mit DienstleisterInnen, die wie ich möglichst nachhaltig und umweltfreundlich arbeiten. Zweitens achte ich überall auf Müllvermeidung, wo es nur geht. Drittens spielt das Catering eine wichtige Rolle. Wenn das Menü nicht nur pflanzlich sein soll, dann achte ich auf Regionalität sowie auf Bio-Standards. Nahrungsmittel, die weniger als 100 Kilometer gereist sind, haben einen geringeren CO2-Fußabdruck als solche aus Übersee. Mobilität stellt das vierte Kriterium dar. Die Fahrwege sollten für alle so kurz wie möglich sein. Fahrgemeinschaften und Shuttles können hier helfen. Das fünfte Thema beinhaltet Nachhaltigkeit an sich. Recycling, Upcycling, Second-Hand und Rental bieten Möglichkeiten, eure Hochzeit nachhaltiger und sogar günstiger zu gestalten. Last but not least bildet Fairness einen wichtigen Punkt. Dazu gehören faire Preise und Gehälter für alle Beteiligten – von den Servicekräften bis hin zu den Herstellern der Outfits. Generell ist es mir wichtig, alles zwar konsequent, aber auch moderat umzusetzen. Ich rege an, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger.“

Ist es bei jeder Feier möglich, allen sechs Kriterien nachzukommen?

„Das ist durchaus schwierig. Ich merke aber, dass sich in der Hochzeitsbranche gerade sehr viel in die richtige, grüne Richtung bewegt. Mit kleinen Schritten von jedem Einzelnen kommen wir gemeinsam stetig voran. Insgesamt sind wir auf einem guten Weg.“

Welches Hochzeitsthema ist meist am schwierigsten nachhaltig umzusetzen?

„Das ist eindeutig die Floristik. Eine großartige Idee finde ich, Topfpflanzen statt Schnittblumen zu verwenden. Die Pflanzen kann man nach dem Fest im Garten einsetzen. So hat man für immer eine blühende Erinnerung. Für den Brautstrauß setzt man am besten auf regionale, frische und saisonale Blumen.“

 Welche Bedenken gibt es oft beim Thema Green Wedding?

„Viele haben Bedenken, dass sie ihren Lieben zu wenig bieten. Dann rufe ich dem Paar ins Gedächtnis, dass alle Hochzeitsgäste ja nur aus einem bestimmen Grund da sind, nämlich das Hochzeitspaar und seine Liebe zueinander zu feiern. Sie wollen euren schönsten Tag mit euch erleben.“

Ist ein nachhaltiges Fest mit höheren Kosten verbunden?

„Nein, denn neben eventuell etwas teureren Punkten gibt es gleichzeitig auch enormes Einsparpotenzial, beispielsweise durch Leihdeko, Recycling, Upcycling, Second-Hand- und DIY-Elemente. Mehr Aufwand bedeutet eine nachhaltige Hochzeit allerdings schon. Die Recherchen sind aufwendiger, einiges wird selbst gemacht, die Entscheidungsprozesse dauern länger. Hier lohnt es sich also, spezialisierte PlanerInnen um Unterstützung zu bitten.“

 

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Herbstliche Dekoration mit Kürbissen, Äpfeln, Kerzen in kupferfarbenen Laternen und Zweigen auf einer rustikalen Holzkiste.
Foto: Britta Beutnagel Fotografie Planung: HolzundGlück Hochzeitsagentur Blumen: Les-Fleurs Eventfloristik Deko: Dekomant, Beegut
Ein Brautpaar lehnt an einer Sandsteinwand. Die Braut trägt ein Spitzenkleid mit Blumenkranz und Brautstrauß, der Bräutigam einen grauen Anzug.
Foto: Britta Beutnagel Fotografie Planung: HolzundGlück Hochzeitsagentur Blumen: Les-Fleurs Eventfloristik Styling: Miriam torres Outfits & Accessoires: Boutique Liebe Location: Burg Scharfenstein

Was möchtest du Hochzeitspaaren mit auf den Weg geben?

Findet euren eigenen Stil und gestaltet euer Fest nach euren Wünschen. Wenn ihr dabei die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein wenig im Hinterkopf behaltet, erlebt ihr eine wunderschöne grüne Feier. Lasst nicht das Gefühl aufkommen, auf etwas verzichten zu müssen. Hört auf euer Herz und euren Bauch, dann wird es ganz sicher euer schönster Tag mit einem grünen Touch.“

10 Experten-Tipps für eine green Wedding

  1. Gästeliste: Überlegt genau, wie viele Personen ihr einladet.
  2. Bewusstsein: Fragt euch bei jeder Entscheidung: Brauchen wir das wirklich oder gibt es eine grüne Alternative?
  3. Papeterie: Wählt Papier, das für einen klimaneutralen Druck zertifiziert ist.
  4. Dekoration: Setzt bei der Dekoration auf Leih- und/oder Second-Hand-Artikel.
  5. Ringe: Achtet auf Öko-Zertifizierungen bei Edelmetall, Steinbesatz und Verarbeitung.
  6. Gastgeschenk: Wählt nachhaltige Varianten wie Blumensamen.
  7. Essen: Gestaltet euer Menü oder Buffet vegetarisch oder vegan.
  8. Portionen: Kleine Teller neben dem Buffet verhindern, dass eure Gäste zu viel nehmen und reduzieren somit Lebensmittelreste.
  9. Mitternachtssnack: Statt einem Extra-Snack, lasst die übrig gebliebenen Speisen neu arrangiert noch einmal auftischen.
  10. Reste: Übrig gebliebene Speisen können in Mehrwegbehältern eingepackt und mitgenommen werden.