Maria (27) und Bene (31): Vom Tinder-Match zur großen Liebe
Ein Swipe auf Tinder, ein erstes Date zwischen Tierpark, Thai-Food und Christkindlmarkt: Bei Maria (27) und Bene (31) wurde aus einer spontanen Begegnung schnell echte Nähe. Jahre später krönte das Paar seine Liebesgeschichte mit zwei unvergesslichen Hochzeiten: erst auf Herrenchiemsee, später kirchlich mit all ihren Liebsten.
Ein Swipe auf Tinder, ein erstes Date zwischen Tierpark, Thai-Food und Christkindlmarkt: Bei Maria (27) und Bene (31) wurde aus einer spontanen Begegnung schnell echte Nähe. Jahre später krönte das Paar seine Liebesgeschichte mit zwei unvergesslichen Hochzeiten: erst auf Herrenchiemsee, später kirchlich mit all ihren Liebsten.
Maria (27) und Bene (31) lernten sich über Tinder kennen. Was zunächst ganz casual startete, entwickelte sich mit der Zeit zu einer großen Liebe. Für ihr erstes Date trafen sich die beiden im Münchner Tierpark. Nach dem Rundgang ging es weiter zu einem Thailänder, wo sie bei gutem Essen merkten, wie mühelos sich ihre Gespräche anfühlten. Und weil es zu dieser Zeit bereits Christkindlmarkt gab, schlenderten sie am Abend noch zwischen Lichtern, Glühweinduft und Weihnachtsmusik über den Markt. Sogar ein JGA zog an ihnen vorbei – ein kleiner, lustiger Moment, der den Tag noch unvergesslicher machte. Bene erinnert sich schmunzelnd: „Ich musste mir die Fingernägel lackieren.“
Heiratsantrag
Was locker und ganz ohne Erwartungen begann, wurde zu einer festen Beziehung: Maria (27) und Bene (31) hatten inzwischen ihr gemeinsames Zuhause in München gefunden. „Wir wohnten schon zusammen“, erzählt Bene. „Ich war vormittags arbeiten und bin mittags heim.“ Bene putzte die Wohnung, besorgte Blumen und machte sich schließlich noch einmal auf den Weg in die Stadt – zum Juwelier, um den Ring abzuholen und zum thailändischen Restaurant, in dem sie damals ihr erstes Date verbracht hatten. Das Timing war tricky, denn Maria kam immer zu unterschiedlichen Zeiten von der Arbeit nach Hause. Doch Bene stellte pünktlich alles bereit und nahm die „Position“ ein – bereits auf einem Knie. „Maria klingelt normalerweise, damit sie den Schlüssel nicht aus der Tasche kramen muss“, erzählt Bene lachend. Doch diesmal machte er die Tür nicht auf. Maria musste also selbst aufsperren und das dauerte. „Auf einmal hörte ich ein lautes Klirren“, sagt er. Maria hatte im Flur eine Glasflasche fallen lassen, während sie in ihrer Tasche nach dem Schlüssel kramte. Erst danach öffnete sie die Tür – und fand Bene im Wohnzimmer kniend vor. „Es ist echt anstrengend, so lange zu knien“, sagt Bene schmunzelnd. Doch der Überraschungsmoment war perfekt und Maria sagte Ja.
Trauring Special

Marias Junggesellinenabschied
Marias Junggesellinnenabschied startete entspannt. Ihre Freundinnen holten sie am Vormittag ab und gemeinsam starteten sie mit einem Brunch beziehungsweise frühen Mittagessen in einer Bar in der Nähe. „Dort gab es zwei Aperol-Tower für uns. Damit waren wir schon sehr gut eingestimmt“, sagt sie lachend. Weiter ging es mit dem Zug, wo natürlich gleich der erste Sekt geöffnet wurde. Ziel war ein Escape-Room. Weil die Gruppe so groß war, teilten sie sich auf zwei Räume auf – ein witziges, gemeinschaftliches Erlebnis, bei dem alle ihren Spaß hatten. Am Abend ließen sie den Tag ganz gemütlich ausklingen: Bei Benes Eltern wurde gegrillt und der entspannte JGA in familiärer Atmosphäre abgerundet. „Es war einfach total schön“, sagt Maria.
Hüttenwochenende mit den Jungs
Während die Mädels mit Maria unterwegs waren, ging es für Bene und seine Freunde in die Berge in eine abgelegene Berghütte für zwei Nächte. „Wir waren ungefähr 15 Leute“, erzählt Bene. Der erste Tag verlief entspannt: einkaufen, eine kleine Wanderung, gemeinsam kochen und abends gemütlich feiern. „Da haben wir’s noch ruhig angehen lassen“, sagt Bene. Am zweiten Tag änderte sich das. Die Jungs hatten ein kleines Outdoor-Freizeitprogramm vorbereitet: unter anderem Cornhole, Beer Pong und Song-Raten. „Wir hatten den ganzen Tag Zeit, das Wetter war perfekt und wir haben einfach gespielt, gequatscht und natürlich auch etwas getrunken“, erzählt Bene. „Der Tag ist so schnell vergangen und hat unglaublich viel Spaß gemacht.“
Der Bräutigamanzug
Die Suche nach Benes Hochzeitsanzug verlief weniger geplant, als man vielleicht erwarten würde. „Ich war vorher schon in ein paar Geschäften – immer mal spontan, wenn wir in München unterwegs waren“, erzählt Bene. Dort probierte er verschiedene Modelle aus, wurde aber nicht wirklich fündig. Der entscheidende Moment kam, als Maria im Haus der Braut in Haag vorbeischaute, eigentlich wegen ihres eigenen Kleides. „Ich habe gesehen, dass sie dort auch Anzüge führen“, erinnert sich Bene. Also probierte er kurzerhand ein paar Modelle an. Mit dabei: Maria und Benes Eltern. Maria hatte ursprünglich einen dunkelgrünen Anzug im Kopf. „Wir hatten auf einer anderen Hochzeit einen gesehen, und das hat mir total gut gefallen“, erzählt sie. „Deshalb wollte ich, dass Bene das mal ausprobiert.“ Doch schnell zeigte sich: Die Farbe passte einfach nicht zu ihm. Also probierte Bene weiter und dann hing dort dieser hellblaue Anzug. Sobald er ihn anprobierte, war klar: Das ist er. „Der hat mir sofort super gefallen.“ Auch Maria und seine Eltern waren direkt überzeugt. Und so kam es, dass der perfekte Anzug ganz spontan gefunden wurde und noch am selben Tag mit nach Hause ging.
Das Brautkleid: Keine Liebe auf den ersten Blick – aber auf den zweiten
„Tatsächlich war es keine Liebe auf den ersten Blick“, erzählt Maria. Sie suchte ihr Kleid in München bei Kleider machen Bräute, einem Geschäft, das Second-Hand- und nachhaltige Mode anbietet. Es blieb auch das einzige Atelier, das sie besuchte. Ihr Plan: verschiedene Stile anprobieren, um herauszufinden, was ihr wirklich steht. „Man hat ja oft eine Vorstellung im Kopf, weiß aber gar nicht, ob das an einem selbst gut aussieht“, sagt sie. Ein Wunsch stand jedoch fest: lange oder zumindest längere Ärmel. Im Geschäft probierte Maria mehrere Modelle an und am Ende blieben zwei Kleider in der engeren Wahl. Eines mit Spaghettiträgern und zartem Blumenmuster, das andere mit Spitze und Ärmeln. „Ich konnte mich überhaupt nicht entscheiden“, erinnert sie sich. Also schlief sie eine Nacht darüber, rief am nächsten Morgen wieder an und reservierte ihr Kleid. Und welches wurde es? Maria beschreibt es so: „Ein bodenlanges Kleid mit einer leichten Schleppe – nicht zu lang. Es hatte einen Carmen-Ausschnitt, Spitzenoberteil und dreiviertellange, eher enganliegende Ärmel.“ Der Rock war in A-Linie geschnitten, aus fließendem Tüll, elegant und schlicht zugleich.
Die Trauringe
Die Trauringe fanden sie ganz in ihrer Nähe: im Juwelier Baur in Ampfing, dem kleinen Ort, in dem sie heute leben und aus dem Bene ursprünglich stammt. „Wir hätten nie gedacht, dass es dort so eine große Auswahl gibt“, sagt Bene. Doch der Besuch überraschte sie positiv: „Wir waren bestimmt ein bis zwei Stunden dort und hatten am Ende sechs bis sieben Ringe in der engeren Auswahl.“ Die beiden waren sich schnell einig, sowohl bei der Farbe als auch beim Stil. Schon beim ersten Termin entschieden sie sich für ihre Ringe: schlichte, hochglanzpolierte Platinringe. Eine besondere Idee des Juweliers verlieh den Ringen eine sehr persönliche Note. Er bot an, die Namen der beiden in ihrer eigenen Handschrift einzugravieren. „Anfangs war ich skeptisch“, erinnert sich Bene. „Ich finde meine Handschrift nicht besonders schön und konnte mir das im Ring schwer vorstellen.“ Doch der Juwelier zeigte ihnen am Computer, wie die Gravur aussehen könnte. Nach ein paar Versuchen war die Handschrift lesbar und das Ergebnis überzeugte beide sofort. „Das gibt den Ringen etwas unglaublich Persönliches“, sagt Maria. „Wir sind wirklich superhappy damit.“
Fotografin
Auf die Fotografin Tanja stieß Maria bei ihrer Online-Recherche. „Ich habe nach FotografInnen aus der Gegend gesucht und bin auf ihre Website gestoßen“, erzählt sie. „Ihre Bilder haben mich sofort angesprochen und auch der Text über sie selbst klang unglaublich sympathisch.“ Also schrieb Maria sie an. Beim ersten Austausch zeigte sich schnell, dass nicht nur der fotografische Stil passte, sondern auch die persönliche Chemie. „Wir haben sofort gemerkt, dass es harmoniert“, sagt Maria
Die Blumenwahl
Eine besondere Entscheidung trafen Maria und Bene bei der kirchlichen Trauung: „Das Einzige, das wirklich feststand, waren die Sonnenblumen in der Kirche“, erzählt Maria. „Diese hellen, kräftig gelben Blüten fand ich einfach wunderschön.“ Die Sonnenblumen schmückten den Mittelgang und setzten warme, fröhliche Akzente. Ansonsten entschieden sich die beiden bewusst für eine bunte, vielfältige Blumenauswahl. „Wir hatten kräftige Farben und haben vor allem darauf geachtet, dass alles harmonisch zusammenpasst“, erklärt Maria.
Zwei Trauungen – standesamtlich und kirchlich
Maria und Bene entschieden sich, ihre Liebe gleich zweimal zu feiern: zuerst im kleinen Kreis, später mit all ihren Liebsten. Ihre standesamtliche Hochzeit fand im Juli 2023 auf der Herreninsel statt – ein Ort, dessen Termine heiß begehrt sind. „Am 2. November werden dort jedes Jahr die neuen Trauungstermine freigegeben“, erzählt Bene. „Wir haben wirklich lange probiert, überhaupt durchzukommen.“ Doch schließlich hatten sie Glück und sicherten sich ihren Wunschslot. Für die Feier auf der Herreninsel luden sie nur den engsten Familienkreis ein: Eltern, Geschwister und ihre Trauzeugen. „Wir waren ungefähr 20 Leute“, sagt Maria. Ein besonders rührender Moment: Ein paar von Benes Freunden erschienen völlig überraschend zum Spalierstehen. „Das wussten wir gar nicht. Das war so eine schöne Überraschung.“ Nach der Trauung ging es weiter auf die Fraueninsel, wo sie gemeinsam essen und den Tag entspannt ausklingen ließen. Die große Feier folgte ein Jahr später: Dann heirateten Maria und Bene kirchlich – diesmal mit rund 80 Gästen. Die Trauung fand in der Kirche auf der Baumburg statt. Gefeiert wurde anschließend in der „Angermühle“ im Ort Altenmarkt an der Alz.
Der Einzug
„Wir sind tatsächlich gemeinsam eingezogen“, erzählt Maria. Voraus gingen ihre kleinen Nichten, die als Blumenmädchen den Einzug anführten. Dahinter folgte das Brautpaar Seite an Seite. Für die musikalische Begleitung sorgte jemand ganz Besonderes: Marias Vater. „Er spielt Orgel in seiner Heimatkirche und hat sich unglaublich gefreut, dass er in der Baumburg an der Orgel sitzen durfte“, sagt Bene. Das Einzugslied war „Oh Happy Day“. Ein Auftakt, der nicht nur die beiden, sondern die gesamte Hochzeitsgesellschaft mitten ins Herz traf.
Spiele & Unterhaltung
Maria und Bene hatten für ihre Hochzeit kein eigenes Unterhaltungsprogramm geplant, dafür überraschten Familie und Freunde sie mit liebevoll vorbereiteten Spielen. „Es war tatsächlich superlustig“, erzählt Maria. Ein Highlight war eine Variante von Reise nach Jerusalem: Die Gäste mussten verschiedene Gegenstände organisieren und so schnell wie möglich wieder zu ihrem Platz zurückrennen. Das sorgte nicht nur für Stimmung, sondern auch für jede Menge witzige Fotos. Ein weiteres Spiel war ein persönliches Quiz rund um ihr Leben als Paar. „Da wurden Fragen gestellt, zum Beispiel zu Themen, die wir beide lieben, wie Formel 1 oder Kaffee“, sagt Maria. Für jede Frage mussten die beiden jemanden aus der Gästerunde auswählen, der stellvertretend antwortet. Die SiegerInnen bekamen kleine Preise für die kommenden zwölf Monate: vom gemeinsamen Besuch auf dem Christkindlmarkt samt Glühwein bis hin zur charmanten Aufgabe, einmal die Fenster zu putzen.
Besondere Momente: Ein Lied, das alle verbindet
Bei der Weinstube hatten Freunde von Maria und Bene das Lied „An Tagen wie diesen“ umgedichtet – personalisiert, liebevoll und mit einem Augenzwinkern. „Die Band hat die Melodie gespielt, die Freunde haben Textzettel verteilt, und plötzlich sang die ganze Hochzeitsgesellschaft für uns“, erzählt Bene. „Das war ein richtig schöner Moment.“ „Wenn ich daran denke, wie viel Mühe sich unsere Freunde gemacht haben, wie alle zusammen gesungen haben, wie wir von so vielen lieben Menschen umgeben waren – das war für mich wirklich besonders“, stimmt Maria zu.
Für Bene war es der Moment, als sich die Hitze des 32-Grad-Tages endlich legte und sich die Stimmung draußen in der Open-Air-Weinstube entspannte. „Da war ein kleiner Teich, ein Teichhaus, und als es am Abend abgekühlt hat, ist die ganze Anspannung abgefallen. Beim Essen und davor in der Kirche ist man ja noch voller Energie und Nervosität – aber da konnte ich einfach genießen. Das war für mich der coolste Moment.“
Wedding Guide experts
Suchen in HochzeitslocationsDer Hochzeitstanz
Natürlich hatten Maria und Bene auch einen Hochzeitstanz – wenn auch ganz ohne großes Training. „Wir sind beide wirklich keine guten Tänzer“, sagt Maria lachend. Statt komplizierter Drehungen wählten sie etwas, das zu ihnen passte: einen ganz schlichten, entspannten Tanz zu „Perfect“ von Ed Sheeran. „Wir haben einfach gemütlich miteinander geschunkelt“, erzählt sie.
Brautstraußwurf
„Ich habe meinen Strauß tatsächlich gegen die Decke geworfen“, erzählt Maria lachend. Der Hochzeitssaal war ein umgebauter Gewölbekeller mit eher niedriger Decke – und ihr Wurf fiel entsprechend etwas zu schwungvoll aus. Doch der Strauß machte eine elegante Kurve und segelte quer durch den Raum, bis eine Freundin ihn im richtigen Moment auffing.
Unser Tipp: „Macht euren eigenen Zeitplan.“
Dienstleister
- Location: @angermuehle
- Fotos: @tanja_buerger_herzbild
- Styling Maria: @christin.stylist
- Band: Isarflimmern vermittelt über @rockinsuits
- Ringe: @baur_uhren.schmuck
- Kleid Maria: @kleidermachenbraeute
- Anzug Bene: Haus der Braut in Haag @hausderbrautinhaag
- Brautstrauß und Anstecker: @floristik_geisberger_gbr
- Blumenschmuck Auto: @blumen_blattlaus
- Restliche Blumen, Deko & Planung: DIY
- Kirchenmusik: Familie & Bekannte