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Der perfekte Ablaufplan für euren großen Tag 

Styling, First Look, Trauung, Shooting… In einen Hochzeitstag passen viele schöne Momente. Aber welche Reihenfolge macht Sinn und wie lange dauert welcher Programmpunkt? Wir liefern euch Timing-Tipps für ein harmonisches Fest.

Der perfekte Ablaufplan für euren großen Tag
Foto: Sabine Metz

Getting Ready

„Getting-ready“ – dass das Zurechtmachen am Hochzeitstag so genannt wird, hat gute Gründe: Während Frisur, Make-up und Look entstehen, wird vielen erst klar, dass der große Tag endlich gekommen ist. Die Vorfreude steigt ins Unermessliche, aus dem Traum wird Wirklichkeit. Genieße diesen einmaligen Moment und nimm dir Zeit: Zwei bis drei Stunden sind ideal, um sich ohne Hektik in eine Braut zu verwandeln.

Der Weg zur Zeremonie

Es mag unwichtig erscheinen, aber die Fahrt zur Traulocation hat schon so manches Brautpaar ins Schwitzen gebracht. Je nach Hochzeitsgefährt und Blumenschmuck auf dem Auto solltet ihr schon im Vorfeld überschlagen, wie lange ihr in etwa unterwegs sein werdet. Heiratet ihr freitags und ausgerechnet während des Feierabendverkehrs? Gibt es Baustellen? Oder ungeahnte Umwege? Im Zweifel: Probe fahren! Und lieber etwas zu viel als zu wenig Zeit einplanen. Dann könnt ihr euch gelassen auf den Weg machen.

Die Trauung

„Ja, ich will.“ Wo der Satz der Sätze fallen soll, entscheidet allein ihr: nur im Standesamt oder zusätzlich in der Kirche oder während einer freien Trauung? Immer mehr Paare bevorzugen Letzteres. Gut zu wissen: Die standesamtliche Eheschließung dauert etwa 20 Minuten, eine kirchliche oder freie Trauung, je nach Gestaltung, ein bis zwei Stunden. Standesbeamte, PfarrerInnen und RednerInnen wissen mehr.

Der Empfang

Jetzt wird angestoßen! Beim Sektempfang habt ihr Gelegenheit, eure Hochzeitsgäste zu begrüßen und Gratulationen entgegenzunehmen. Hochzeitsplanerin Kerrin Wiesener: „Wie ihr eure Gäste empfangt und verabschiedet, bleibt im Gedächtnis.“ Wann und wo die Einstimmung aufs Fest stattfinden soll, vermerkt man deshalb am besten schon in den Einladungen. Dauer? Maximal anderthalb Stunden. Sonst wird aus dem „Vorfeiern“ das große Warten.

//Unser Tipp: Ihr rechnet mit einer überschaubaren Hochzeitsgesellschaft? Dann braucht ihr grundsätzlich weniger Zeit für Tagespunkte und eventuelle Location-Wechsel. Genauso klar sollte sein: Bei vielen Gästen dauert alles länger. Plant großzügig, damit sich niemand gehetzt fühlt.

Die Geschenkeübergabe

Zwischen Tür und Angel möchte niemand beschenken – oder beschenkt werden. Wann Zeit für eine persönliche Übergabe ist? Zum Beispiel während des Sektempfangs – vorausgesetzt, er findet schon an der Location statt. Ansonsten: zwischen Abendessen und Eröffnungstanz.

Paarshooting

Viele Paare stehen zum ersten Mal gemeinsam vor einer Kamera. Umso wichtiger ist es, dass ihr euch dafür Zeit nehmt – und allein kommt. Für entspannte Porträtfotos sollte man mindestens sechzig Minuten einkalkulieren. Überlegt also genau, wann der günstigste Moment ist, um die Hochzeitsgesellschaft so lange allein zu lassen.

Die Gruppenfotos

Mindestens eins muss sein! Hochzeitsfotografin Jennifer Hejna rät: „Gruppenfotos sollten nicht gleichzeitig mit den Paar-Aufnahmen gemacht werden. Das endet meistens unentspannt. Nach meiner Erfahrung ist die Zeit gegen Ende des Sektempfangs ideal, um alle zusammenzutrommeln.“ Länger als eine halbe Stunde, so Jennifer, sollten Gruppenbilder aber nicht dauern. Zehn Gruppenfotos mit jeweils zehn Personen seien in dieser Zeit problemlos umsetzbar.

Der Tortenanschnitt

Länger als ein paar Minuten dauert der Anschnitt der Hochzeitstorte selten. Dennoch sollte wohl überlegt sein, wann man ihn in Szene setzt. Wenn schon alle auf der Tanzfläche sind? Ungünstig, sagen HochzeitsexpertInnen. Denn jede Unterbrechung nagt an der Partystimmung. Besser: nach dem Empfang oder Dinner – als Einstimmung aufs Dessert.

Das Kaffeetrinken

Die obligatorische Tasse Kaffee, über die sich viele Hochzeitsgäste freuen, kann während oder kurz nach dem Empfang gereicht werden – abhängig davon, wo er stattfindet. Auch eine Idee: Kaffee und Anschnitt der Hochzeitstorte zu einem Punkt zusammenlegen und die Reste der Torte später auf dem Dessert-Büfett arrangieren.

Das Dinner

Reine Geschmackssache, aber für viele Hochzeitsgäste das Highlight des Tages – nach der Trauung, versteht sich. Bei großen Hochzeitsgesellschaften bietet sich ein Büfett an: Der personelle Aufwand, der beim Service am Tisch nötig ist, wäre sonst immens. Ein entspanntes Dinner dauert schnell zwei Stunden, plant das mit ein.

//Unser Tipp: Nicht alle Gäste gleichzeitig zum Essen stürmen lassen. Wer lange Schlangen vermeiden möchte, kann die Tische, zum Beispiel durch das Abspielen eines bestimmten Songs, einzeln aufrufen lassen.

Der Eröffnungstanz

Kein Muss, aber etwas, das vielen Paaren am Herzen liegt und worauf sich die Gäste freuen. DJ Markus Rosenbaum weiß: „Beim ersten Tanz geht es nicht um die Länge, sondern um die Signalwirkung. Theoretisch tun es auch 30 Sekunden. Einen Umfang von dreieinhalb bis vier Minuten sollte man allerdings nicht überschreiten.“ Der perfekte Zeitpunkt, so der Hochzeitskenner, sei dann, wenn alle Programmpunkte und Reden erledigt seien. „Nach dem Eröffnungstanz sollte die Feier eigentlich nicht mehr unterbrochen werden, höchstens noch für den Wurf des Brautstraußes und den Mitternachtssnack.

Der Mitternachtssnack

Das Abendessen liegt um zwölf Uhr nachts meist schon Stunden zurück, viele der Hochzeitsgäste haben Hunger. Zeit für einen Mitternachtssnack. Bittet euren Caterer, eine Kleinigkeit, zum Beispiel Suppe und Brot, Currywurst oder Pommes Frites, zu reichen. Dann kann die Feier noch Stunden weitergehen!